Förderverein St.-Gangolf-Kirche und Heilig-Kreuz-Kapelle
Mertloch e.V.

St.-Gangolf-Kirche

Die katholische Pfarrkirche St Gangolf bildet den Mittelpunkt unseres Dorfes.


Die unter Denkmalschutz stehende Kirche erscheint beim ersten Blick als eine Einheit. In Wirklichkeit besteht sie aus mehreren nacheinander angefügten Teilen.

Die Kirche ist weiß verputzt. An der Westfassade erhebt sich der Glockenturm aus dunklem Bruchstein. Das Portal befindet sich an der Südseite der Kirche.

 

1988 wurde die Kirche zum schutzwürdigen Kulturgut nach der Haager Konvention erklärt.

Die Kirche wurde erstmals 1318 in einer Stiftungsurkunde erwähnt. Sie
 ist eine dreischiffige romanische Anlage, die in den äußeren und den Scheidemauern dem 12. Jahrhundert entstammt.

Die Kirche trug in der damaligen Zeit eine flache Decke, vermutlich aus Holz, die jedoch sehr wahrscheinlich im 13. Jahrhundert bereits durch ein Kreuzgratgewölbe ersetzt wurde. Vielleicht wurde zum selben Zeitpunkt das südwestliche Seitenschiff angebaut.

Schon vor der romanischen Kirche soll es in Mertloch eine Kirche aus dem 9. Jahrhundert gegeben haben. 

Im 15. Jahrhundert erfolgten spätgotische Umbauten. Vor allem wurde der östliche Chor im Spitzbogenteil neu errichtet. Der nordöstliche Seitenchor ist mit einem sehr schönen und gut erhaltenen Netzgewölbe ausgestattet, dessen Rippen auf Engelskonsolen ruhen, die in Form von Brustbildern dargestellt sind und die Leidenssymbole tragen.
Ursprünglich war die Kirche eine Pfeilerbasilika.
Die Pfeiler wurden sehr wahrscheinlich im 15. Jahrhundert abgerundet.
Bei der Renovierung im Jahre 1976 wurde die ursprünglich eckige Form wieder hergestellt.

1879 erhielt die Kirche mit der Erweiterung und dem Neubau des Turms in etwa die heutige Form. Sie erstreckt sich heute über vier Joche.

Eine Sage berichtet, dass die frühere Kirche „Im Kirchenwinkel“ (Winkelche) gestanden haben soll. Bei Baumaßnahmen an der heutigen Kirche (eventuell 1879-1880) wurde bei Abtrennung des alten Turmes an der dortigen Helmstange die Jahreszahl 950 entdeckt. Es könnte sich also um die Helmstange der alten Kirche gehandelt haben.

Wird der Kirchenbau auch von anderen romanischen Bauten der Rheinprovinz übertroffen, so stellt die Mertlocher Kirche doch  ‑ wenigstens für das Maifeld ‑ das Zeugnis der ältesten romanischen Anlage dar.

Die Urkunde, die in den Grundstein des Turms eingelegt wurde, hat den Wortlaut:

Am 22.Mai 1879, am Feste Christ Himmelfahrt unter dem Pontifikat seiner Heiligkeit Papst Leo XXIII und der Regierung seiner Majestät des Königs Wilhelm des 1. von Preußen und Kaiser von Deutschland, als die Diözese Trier ohne Oberhirten und die Pfarrei Mertloch ohne Seelsorger war, wurde im Beisein des Bürgermeisters Leimann aus Polch, der Vertreter der zur Kirchengemeinde angehörigen Zivilgemeinde der Kirchenratsvorsitzende Jakob Geisen aus Mertloch, des Ortsvorstehers Peter Münch von daselbst, einen der Vertreter der Kirchengemeinde die feierliche Grundsteinlegung des neu zu erbauenden Turmes der Pfarrkirche Mertloch vollzogen, worüber die Urkunde berichtet.

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